Das Rathaus

Das heutige Saalfelder Rathaus wurde von 1529 bis 1537 unter dem Stadtregiment der Bürgermeister Jakob Kelz und Heinrich Glaser erbaut. Als Ausdruck bürgerlichen Selbstbewusstseins und der im Laufe der Zeit erworbenen Machtbefugnisse erfolgte unter der Regie des Saalfelder Stadtrates die Errichtung eines der schönsten Rathäuser Thüringens, zugleich der erste bedeutende städtische Verwaltungsbau der Frührenaissance in den damals sächsischen Ländern.

Über dem Rathausportal befindet sich der Verkündigungsbalkon. Er wird vom Saalfelder Stadtwappen gekrönt, das zwei Fische trägt, sogenannte Barben - ein Speisefisch, der am häufigsten in der Saale vorkam - trägt. Die Barben symbolisieren das Fischereirecht, das die Stadt 1346 von den Grafen von Schwarzburg erhielt. Links neben dem Eingang ist die Saalfelder Elle zu sehen, ein Eisenstab mit einer Länge von 56,6 cm. Die Elle war das gebräuchliche Längenmaß für den Tuchhandel. Jedermann konnte hier öffentlich prüfen, wie genau es die Kaufleute mit den Maßen nahmen. Im Hof des Rathauses befindet sich ein rundes Gebäude, das im Volksmund "Hutschachtel" genannt wird - es handelt sich hierbei um das ehemalige Saalfelder Amtsgefängnis. Dieses wurde seit der Fertigstellung 1859 bis Mitte des 20. Jahrhunderts genutzt. Heute beherbergt der Rundbau das Stadtarchiv.

Der Bürgermeister Jakob Kelz ließ vor fast 500 Jahren eines der schönsten Rathäuser Thüringens erbauen.

Über dem Balkon entdeckst du das Saalfelder Stadtwappen mit zwei Fischen. Es sind Barben, die am häufigsten in der Saale vorkamen.
Links neben dem Eingang siehst du einen Eisenstab. Man nennt ihn Elle. Sie war das Längenmaß für den Tuchhandel. Jedermann konnte prüfen, wie genau die Kaufleute den Stoff gemessen hatten.

Im Hof des Rathauses befindet sich ein rundes Gebäude. Es wird von den Saalfeldern ?Hutschachtel? genannt. Es war früher ein Gefängnis. Heute ist es das Stadtarchiv.
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