Die Blankenburger Straße und das "Loch"

Die Blankenburger Straße und das "Loch". Die ehemalige Reichsstraße war gleichzeitig die Handelsstraße Nürnberg-Leipzig. Das Loch - einst weit über Saalfeld hinaus bekannte Gaststätte. An der Fassade Freskomalerei "Die lustigen Zecher".

Über die Blankenburger Straße verlief einst die ehemalige Reichsstraße. Sie war ein Teil der stark befahrenen Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig. Mit dem Handel blühte auch die Stadt auf. Tuche, Gewürze und Salz wechselten den Besitzer. Eigentlich war dieser Weg als Fernhandelsstraße verboten, seit Leipzig das Stapelrecht hatte und Ware nur dort verkauft werden durfte. Aber sollte die Stadt deshalb an Armut zu Grunde gehen? Salz kam zum Beispiel aus den Bergbauorten weiter im Norden und konnte in fernen Landen gegen Gewürze getauscht werden. Die Gasthöfe rechts und links der Straße luden zum Übernachten ein. Noch heute zeugt die Freskomalerei "Die lustigen Zecher" an der Fassade der früheren Gaststätte "Das Loch" von diesem regen Treiben in traditionsreichen Gasthöfen. Das Gebäude wurde um 1485 als Wohnhaus in der heutigen Blankenburger Straße erstmals erwähnt und später als Schmiede und Bäckerei genutzt. Ab 1840 bestand eine Gastwirtschaft im Gebäude. Mit der Zeit wurde das "Loch" zu einer der bekanntesten Gaststätten der Stadt.
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