Das Saaltor bzw. Engelstor

Saaltor bzw. Engelstor. Torturm aus dem 15. Jahrhundert mit spätmittelalterlichem Staffelgiebel. An der tiefsten Stelle der Altstadt zum Schutz des Saaleübergangs errichtet. Gotischer Engelsrelief im inneren Torbogen.

Direkt am Saaleübergang gelegen, markiert das Saaltor den niedrigsten und zugleich östlichsten Punkt der umwehrten Stadt. Das Tor war die Pforte für den Handelsweg über die Saale in den Orlagau und weiter nach Sachsen und bestand bereits im Jahr 1365, als die damals erstmals erwähnte steinerne Brücke baulich instandgesetzt wurde. Der für die Stadtsilhouette - vom Ostufer der Saale aus gesehen - wichtige Torturm hat im Wesentlichen bis heute seinen spätmittelalterlichen Charakter bewahrt. Der Torturm steht auf einem quadratischen Grundriss und besitzt über der gewölbten und mit Spitzbogen versehenen Durchfahrt drei Obergeschosse.

An der Außenseite befinden sich beiderseits des Torbogens Strebepfeiler mit Klauen- und Falzsteinen, die einst als Führung für das durch Balken gebildete Fallgitter dienten, welches bei Gefahr herabgelassen werden konnte und so die Durchfahrt blockierte. Der im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert stammende Torturm trägt ein Satteldach zwischen zwei siebenstufigen Treppengiebeln. Im stadtseitigen Torbogen befindet sich noch ein Schlussstein mit der figürlichen Darstellung des Erzengels Michael - daher früher zuweilen auch die Bezeichnung "Engelstor".
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